Reisebericht

Am 12. März starteten wir zur Delegationsreise 2016 vom Flughafen Berlin Tegel. Die Verspätung unseres Fluges steigerte sowohl Vorfreude, als auch Aufregung bei den Delegationsmitgliedern.

Als wir Nachts um ca 22 Uhr in Dakar landeten war die Wiedersehensfreude groß. Wie immer warteten unsere Partner der AAO am Flughafen, mit einem Bus und jeder Menge guter Laune. Nach etwas Gesang im Bus und einem kleinen Snack gingen wir schlafen.

 

Die ersten Tage der Reise verbrachten wir in Dakar, der Hauptstadt Senegals. Wir erkundeten die Stadt und besuchten besondere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die größte Kathedrale des Senegal, das Denkmal der afrikanischen Renaissance und das Ozeaneum.

Im Parc Hann, einem Natur- und Wasserschutzgebiet in Dakar, hielten wir ein Kennenlernseminar mit den Mitgliedern der AAO und Manu Diouf ab, dem Vertreter von AXATIN Senegal. Außerdem besuchten wir hier eine Frauenkooperative, welche sich der Gärtnerei verschrieben hat. Wir erfuhren hier einige nützliche Dinge über unser eigenes Gartenprojekt. So erhielten wir beispielsweise Ideen zur Düngung und zu den Mikrogärten.

Weitere Ideen konnten wir im botanischen Garten der Université Cheikh Anta Diop sammeln, welchen wir am 4. Tag unserer Reise besuchten. Neben Aquakulturen und vom Aussterben bedrohten Arten, konnten wir uns von der Tröpfchenbewässerungsanlage eines Feldes inspirieren lassen.

 

Am 17. März begaben wir uns nach M'Bour, beziehungsweise nach Warang. Hier verbrachten wir die nächsten Wochen, während wir das Projekt in Windouthioulaye bearbeiteten.

Es erfolgte der erste Besuch an der École Latir Diouf. Wir wurden vom Schulleiter, den zwei Lehrern und von Frauen des Dorfes empfangen. Auch die Schüler waren da. 

Wir durften feststellen, dass bereits ein großer Teil des Zauns für unseren Garten fertig war. So konnten wir direkt beginnen die Fläche auszumessen und uns Gedanken über die Aufteilung zu machen, bevor wir am Nachmittag das notwendige Gartengerät auf dem Markt von M'Bour kauften.

Auf unserem Einkaufszettel standen Schubkarren, Schaufeln, Hacken, Schläuche, Holz, Steine und Tonnen. Dazu diverse kleinere Teile, welche wir für die Tröpfchenanlage benötigten. Wir wurden fündig und nach langem handeln mit einigen Verkäufern, konnten wir alles auf dem Dach unseres Busses verstauen.

Am 19. März begann der erste von insgesamt vier Arbeitstagen an der Schule. Mit der tatkräftigen Hilfe des Lehrkörpers und der Schüler, konnten wir an diesem Tag die Gartenflächen Umgraben und präparieren.

Am zweitem Arbeitstag wurde der erste Microgarten fertig gestellt. Diese sollen zur Aufzucht von Jungpflanzen dienen. Außerdem wurde damit begonnen, die Wassertürme für die Tröpfchenanlage zu bauen. Zudem wurden Furchen und Flächen ausgehoben, welche das Wasser möglichst gut in den Beeten halten sollen und zudem die Pflanzen vor Winden schützen sollen.

Am dritten Arbeitstag wurden der erste Wasserturm, der zweite Mikrogarten sowie die Plantagenflächen fertiggestellt. Außerdem wurden aus alten Reifen bunte Pflanzgefäße für Blumen hergestellt.

 

Ehe wir den Garten fertigstellten, besuchten wir an den folgenden Tagen mit Schülern Windouthioulayes verschiedene Orte in der Umgebung. So zum Beispiel Fadiouth, der ältesten katholischen Gemeinde Senegals. Der Ort ist auf einer Insel von Muschelschalen erbaut worden und beherbergt den einzigen christlich-muslimischen Friedhof des Landes. Da der Ort im Sine-Saloune-Delta

liegt, ist die Landschaft um ihn herum von ausgedehnten Mangrovenwäldern geprägt.

Weiterhin besuchten wir Ngazobil, wo wir zur Wiederaufforstung beitrugen und selbst einige Bäume pflanzten.

 

Am 25. März erfolgte die Fertigstellung des Gartens mit der Inbetriebnahme der Tröpfchenbewässerungsanlage, welche auf Anhieb funktionierte.

 

Mit einer großen Feier wurde der Garten am 28. März dann der Schule übergeben. Nicht nur uns wurde hier mit einem kleinem Theaterstück eine Freude gemacht, sondern wir trugen mit selbst zubereitetem Essen, Getränken und unserem "Tanzstil" ebenfalls zur Freude für Schüler und Mitfeiernde bei.

 

Am Folgetag machten wir uns auf den Rückweg nach Dakar, wo wir die letzten Tage unserer Reise verbrachten. Auf der Fahrt machten wir einen Umweg, um den Park Bandja, einen Nationalpark, zu besichtigen. Hier konnten wir Affen, Giraffen, Nashörner, Zebras, Strauße und Co erleben und lernten etwas über die alten Kulturen des Landes.

Am 30. März erfolgte der Besuch an der deutschen Botschaft. Hier erklärten wir unser Projekt und teilten unsere Erfahrungen mit.

Der 31. März wurde genutzt, um Gorée zu besichtigen. Dies ist die ehemalige Sklaveninsel vor der Küste Dakars. Am Abend erfolgte dann das Evaluationsseminar gemeinsam mit den Mitgliedern der AAO und Emmanuel Dioufs (AXATIN Senegal).

 

Der schwerste Tag war erste April, der Tag des Abschieds und des Rückflugs nach Berlin. Die letzten Geschenke wurden ausgetauscht und noch ein wenig Zeit miteinander verbracht, ehe es am Abend zum Flughafen ging. Hier flossen dann einige Tränen.

Am 02. April landeten wir dann in Berlin. Hier überwog die Freude auf das Wiedersehen mit den Familien.

 

Alles in Allem war es eine sehr schöne und erfolgreiche Reise, mit sehr positiven Resonanzen der Beteiligten.

 

An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal bei allen Förderern, Spendern und Unterstützern ausdrücklich und herzlichst bedanken.

 

In den folgenden Wochen werden wir uns zu Abschlussseminaren treffen und die Reise genauer auswerten.